Wahlsystem

Wahlsystem 1:3
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Das Wahlsystem zum Deutschen Bundestag ist eine Kombination aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht. Es werden 598 Mandate verteilt. Bei Bundestagswahlen verfügt jede Wählerin und jeder Wähler über zwei Stimmen, die Erststimme und die Zweitstimme. Jede Wählerin und jeder Wähler kann nur eine Erststimme und auch nur eine Zweitstimme abgeben. Für jede Stimmenart ist also nur ein Kreuz zulässig. Beide Stimmen entscheiden jedoch über den Wahlausgang.

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Das Wahlsystem zum Deutschen Bundestag ist eine Kombination aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht. Es werden 598 Mandate verteilt. Bei Bundestagswahlen verfügt jede Wählerin und jeder Wähler über zwei Stimmen, die Erststimme und die Zweitstimme. Jede Wählerin und jeder Wähler kann nur eine Erststimme und auch nur eine Zweitstimme abgeben. Für jede Stimmenart ist also nur ein Kreuz zulässig. Beide Stimmen entscheiden jedoch über den Wahlausgang.

Inhaltsübersicht


Erststimme (Wahl in den Wahlkreisen)

Mit der Erststimme wird die Wahlkreiskandidatin oder der Wahlkreiskandidat gewählt (Mehrheitswahlrecht) . Diese Direktkandidatinnen und Direktkandidaten sind auf der linken Seite des Stimmzettels in schwarzer Farbe abgedruckt. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden sich also für eine ganz bestimmte Kandidatin oder einen ganz bestimmten Kandidaten aus ihrem Wahlkreis. Gewählt ist die Person, die die meisten Stimmen (relative Mehrheitswahl) erhält. Die gewählte Kandidatin oder der gewählte Kandidat zieht nach der Wahl direkt in den Bundestag ein. Auf diese Weise werden 299 der Sitze im Bundestag vergeben.

Mit der Erststimme wird die Wahlkreiskandidatin oder der Wahlkreiskandidat gewählt (Mehrheitswahlrecht) . Diese Direktkandidatinnen und Direktkandidaten sind auf der linken Seite des Stimmzettels in schwarzer Farbe abgedruckt. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden sich also für eine ganz bestimmte Kandidatin oder einen ganz bestimmten Kandidaten aus ihrem Wahlkreis. Gewählt ist die Person, die die meisten Stimmen (relative Mehrheitswahl) erhält. Die gewählte Kandidatin oder der gewählte Kandidat zieht nach der Wahl direkt in den Bundestag ein. Auf diese Weise werden 299 der Sitze im Bundestag vergeben.


Zweitstimme (Wahl nach Landeslisten)

Für das politische Kräfteverhältnis im Bundestag ist jedoch die Zweitstimme ausschlaggebend (Verhältniswahlrecht). Mit der Zweitstimme wählen die Bürgerinnen und Bürger die Landesliste einer Partei. Auf den Landeslisten sind die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien in einer festgelegten Reihenfolge aufgeführt. Diese Landesliste ist auf der rechten Seite der Stimmzettel für die Bundestagswahl in blauer Farbe abgedruckt. Durch das System des Verhältniswahlrechts wird es den Parteien ermöglicht, so viele Abgeordnete ins Parlament zu entsenden, wie es ihrem prozentualen Anteil an den abgegebenen Wählerstimmen entspricht. Bei der Mandatsverteilung zum Bundestag kommen allerdings nur diejenigen Parteien zum Zuge, die mindestens 5 Prozent der bundesweit abgegebenen Zweitstimmen oder aber mindestens drei Wahlkreismandate erringen.

Für das politische Kräfteverhältnis im Bundestag ist jedoch die Zweitstimme ausschlaggebend (Verhältniswahlrecht). Mit der Zweitstimme wählen die Bürgerinnen und Bürger die Landesliste einer Partei. Auf den Landeslisten sind die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien in einer festgelegten Reihenfolge aufgeführt. Diese Landesliste ist auf der rechten Seite der Stimmzettel für die Bundestagswahl in blauer Farbe abgedruckt. Durch das System des Verhältniswahlrechts wird es den Parteien ermöglicht, so viele Abgeordnete ins Parlament zu entsenden, wie es ihrem prozentualen Anteil an den abgegebenen Wählerstimmen entspricht. Bei der Mandatsverteilung zum Bundestag kommen allerdings nur diejenigen Parteien zum Zuge, die mindestens 5 Prozent der bundesweit abgegebenen Zweitstimmen oder aber mindestens drei Wahlkreismandate erringen.


Überhang- und Ausgleichsmandate

Sogenannte Überhangmandate fallen dann an, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Wahlkreissitze erlangt hat, als ihr dort aufgrund der Zweitstimmen Landeslistensitze zustehen. Die direkt erworbenen Wahlkreissitze verbleiben dann der Partei und die Gesamtzahl der Sitze im Deutschen Bundestag erhöht sich um die Zahl der Überhangmandate. Damit die proportionalen Wahlanteile der Parteien durch die Überhangmandate nicht verfälscht werden, erhalten die Parteien jeweils so viele zusätzliche Mandate (sogenannte Ausgleichsmandate), dass die Überhangmandate insgesamt ausgeglichen sind. Das heißt, das Mandatsverhältnis zwischen den Parteien entspricht somit ihren tatsächlichen Anteilen bei der Verhältniswahl.

Weitere Informationen zur Ergebnisermittlung und wie die abgegebenen Stimmen in Sitze umgerechnet werden, können Sie hier auf der Seite des Bundeswahlleiters nachlesen.

Sogenannte Überhangmandate fallen dann an, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Wahlkreissitze erlangt hat, als ihr dort aufgrund der Zweitstimmen Landeslistensitze zustehen. Die direkt erworbenen Wahlkreissitze verbleiben dann der Partei und die Gesamtzahl der Sitze im Deutschen Bundestag erhöht sich um die Zahl der Überhangmandate. Damit die proportionalen Wahlanteile der Parteien durch die Überhangmandate nicht verfälscht werden, erhalten die Parteien jeweils so viele zusätzliche Mandate (sogenannte Ausgleichsmandate), dass die Überhangmandate insgesamt ausgeglichen sind. Das heißt, das Mandatsverhältnis zwischen den Parteien entspricht somit ihren tatsächlichen Anteilen bei der Verhältniswahl.

Weitere Informationen zur Ergebnisermittlung und wie die abgegebenen Stimmen in Sitze umgerechnet werden, können Sie hier auf der Seite des Bundeswahlleiters nachlesen.