02.09.2019

| 31/2019

Statistische Nachlese zur Landtagswahl

Deutlicher Anstieg der Wahlbeteiligung

Potsdam – 61,3 Prozent der insgesamt rund 2,1 Millionen wahlberechtigten Brandenburgerinnen und Brandenburger beteiligten sich am Sonntag an der Wahl des 7. Landtages Brandenburg. „Damit lagen wir weit über der Wahlbeteiligung der Landtagswahl 2014, die nur 47,9 Prozent betrug“, teilte Landeswahlleiter Bruno Küpper heute in Potsdam mit.

Per Briefwahl gaben 296.547 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab (2014: 202.371). Das sind 23,1 Prozent der Wähler (2014: 20,2 Prozent).

Die Sitzverteilung im 7. Landtag Brandenburg fällt folgendermaßen aus:
SPD: 25 (- 5)
CDU: 15 (- 6)
DIE LINKE: 10 (- 7)
AfD: 23 (+ 12)
GRÜNE/B 90: 10 (+ 4)
BVB / FREIE WÄHLER: 5 (+ 2)

Die FDP zieht nicht wieder in den Landtag ein, weil sie mit 4,1 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde blieb.

Für die einzelnen Parteien stellt sich das Ergebnis folgendermaßen dar. Bei den Stimmenanteilen der amtsangehörigen Gemeinden sind die Stimmen der Briefwahl nicht berücksichtigt, da diese auf Amtsebene und nicht für die amtsangehörigen Gemeinden erfasst werden.

SPD:
26,2 Prozent (- 5,7 Prozent)
Direktmandate: 25 (- 4)
Die SPD erhielt die meisten Stimmen im Wahlkreis 12 (Uckermark II) mit 33,6 Prozent und in der Stadt Niemegk (Amt Niemegk) sowie der Gemeinde Cumlosen (Amt Lenzen-Elbtalaue) mit jeweils 41,4 Prozent. Die wenigsten Stimmanteile gab es im Wahlkreis 14 (Barnim II) mit 21,3 Prozent und in der Gemeinde Hirschfeld (Amt Schradenland) mit 12,2 Prozent.

CDU:
15,6 Prozent (- 7,4 Prozent)
Direktmandate: 2 (- 8)
Die meisten Stimmen entfielen auf CDU im Wahlkreis 37 (Elbe-Elster II) mit 19,6 Prozent sowie in der Gemeinde Friedrichswalde (Amt Joachimsthal (Schorfheide)) mit 33,7 Prozent. Am wenigsten stimmten die Wähler im Wahlkreis 22 (Potsdam II) mit 9,8 Prozent und in der Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf (Amt Döbern-Land) mit 5,6 Prozent für CDU.

DIE LINKE:
10,7 Prozent (- 7,9 Prozent)
Keine Direktmandate (- 4)
Für die DIE LINKE gab es die meisten Stimmen im Wahlkreis 22 (Potsdam II) mit 18,1 Prozent und in der Stadt Strausberg (Märkisch-Oderland) mit 20 Prozent. Im Wahlkreis 6 (Havelland II) wählten dagegen nur 6,1 Prozent die Partei DIE LINKE. In der Gemeinde Kroppen (Amt Ortrand) gab es mit 3,3 Prozent der Stimmen das geringste Ergebnis für die Partei DIE LINKE.

AfD:
23,5 Prozent (+ 11,3 Prozent)
Direktmandate: 15 (+ 15)
Am meisten gewählt wurde die AfD im Wahlkreis 42 (Spree-Neiße II) mit 36,0 Prozent und in der Gemeinde Hirschfeld (Amt Schradenland) mit 50,6 Prozent. Am wenigsten votierten im Wahlkreis 21 (Potsdam I) mit 9,4 Prozent und in der Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit 9,2 Prozent die Wähler für die AfD.

GRÜNE/B 90:
10,8 Prozent (+ 4,6 Prozent)
Direktmandate: 1 (+ 1)
Den höchsten Stimmenanteil bekam GRÜNE/B 90 in dem Wahlkreisen 21 (Potsdam I) mit 29,1 Prozent und in der Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit 26,9 Prozent. Die wenigsten Wähler votierten im Wahlkreis 38 (Oberspreewald-Lausitz I), wo sie nur 3,4 Prozent erhielt, und in den Gemeinden Jämlitz-Klein Düben (Amt Döbern-Land) sowie Tettau (Amt Ortrand) mit jeweils 1,6 Prozent.

BVB / FREIE WÄHLER:
5,0 Prozent (+ 2,3 Prozent)
Direktmandate: 1 (+/- 0)
Die meisten Stimmen entfielen im Wahlkreis 14 (Barnim II) mit 15,5 Prozent und Uckerland mit 18,2 Prozent auf die BVB / FREIE WÄHLER. Ihren geringsten Stimmenanteil errangen die BVB / FREIE WÄHLER mit 1,8 Prozent im Wahlkreis 21 (Potsdam I) sowie in der Gemeinde Buckautal (Amt Ziesar) mit 1,2 Prozent

FDP:
4,1 Prozent (+ 2,6 Prozent)
Keine Direktmandate (+/- 0)
Den höchsten Wählerstimmenanteil erhielt die FDP mit 7,6 Prozent im Wahlkreis 20 (Potsdam-Mittelmark IV) und in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit 8,8 Prozent. Im Wahlkreis 10 (Uckermark III/Oberhavel IV) gab es nur 2,5 Prozent der Stimmen und in der Gemeinde Münchehofe (Amt Schenkenländchen) 0,5 Prozent.

 

Ident-Nr
31/2019
Datum
02.09.2019
Verantwortlich
Frederike Alm
Downloads