Nachlese zur Bundestagswahl 2009 im Land Brandenburg

- Erschienen am 28.09.2009 - Presemitteilung 34/2009

67,1 Prozent der wahlberechtigten Brandenburgerinnen und Brandenburger beteiligten sich an der Wahl zum 17. Deutschen Bundestag. Damit ging die Wahlbeteiligung gegenüber der Bundestagswahl 2005 um annähernd 8 Prozent zurück, denn 2005 waren es 74,94 Prozent. Damit liegt das Land unter dem bundesweiten Durchschnitt von 70,8 Prozent.

Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete der Wahlkreis 62 (Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II) mit 72,83 Prozent, die niedrigste Wahlbeteiligung der Wahlkreis 58 (Uckermark - Barnim I) mit 62,51 Prozent.

In den Gemeinden wurde die höchste Wahlbeteiligung in Heideland (Elbe-Elster/Amt Elsterland) erreicht. Dort wählten 74,1 Prozent der Wahlberechtigten. Nur 48,2 Prozent seiner wahlberechtigten Einwohner konnte die Gemeinde Oderberg (Barnim/Amt Britz-Chorin-Oderberg) mobilisieren und weist damit die niedrigste Wahlbeteiligung auf.

Angestiegen ist die Zahl der Briefwähler: 219.700 (= 15,4 Prozent der Wähler) gegenüber 206.079 im Jahre 2005 (= 12,9 Prozent der Wähler).

Voraussichtlich werden 19 Abgeordnete aus dem Land Brandenburg in den 17. Deutschen Bundestag einziehen. 2005 waren es noch 21.

Für die einzelnen Parteien stellt sich das Ergebnis folgendermaßen dar.

 

SPD:

Die SPD gewinnt 5 Direktmandate aus den Wahlkreisen 57, 59, 61 - 63. Über die Landesliste ziehen keine weiteren Bewerber ein.

Die meisten Stimmen erhielt die SPD im Wahlkreis 57 (Prignitz - Ostprignitz-Ruppin - Havelland I) mit 28,0 Prozent sowie in der Gemeinde Kleßen-Görne (Potsdam-Mittelmark/Amt Rhinow) mit 38,6 Prozent. Die wenigsten Stimmen erzielte sie im Wahlkreis 60 (Märkisch-Oderland - Barnim II) mit 21,6 Prozent sowie in der Gemeinde Hirschfeld (Ostprignitz-Ruppin/Amt Schradenland) mit 13,0 Prozent.

 

DIE LINKE:

DIE LINKE gewann vier Direktmandate in den Wahlkreisen 58, 60, 64 und 65. Ihr Zweitstimmenanteil beträgt 28,5 Prozent, so dass über die Landesliste voraussichtlich noch die beiden Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann und  Diana Golze in den Bundestag einziehen werden.

Die meisten Zweitstimmen bekam DIE LINKE im Wahlkreis 60 (Märkisch-Oderland - Barnim II) mit 33,6 Prozent sowie in der Gemeinde Heckelberg-Brunow (Märkisch-Oderland/Amt Falkenberg-Höhe) mit 40,7 Prozent. Am wenigsten stimmten die Wähler im Wahlkreis 59 (Oberhavel - Havelland II) mit 23,3 Prozent und in der Gemeinde Frauendorf (Oberspreewald-Lausitz/Amt Ortrand) mit 12,8 Prozent für DIE LINKE.

 

CDU:

Die CDU gewann ein Direktmandat im Wahlkreis 66. Über die Landeslisten werden voraussichtlich vier weitere Abgeordnete in den Bundestag einziehen: Katherina Reiche, Astrid Voßhoff, Jens Koeppen und Hans-Georg von der Marwitz. Den höchsten Zweitstimmenanteil erzielte die CDU im Wahlkreis 66 (Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II) mit 27,4 Prozent sowie in der Gemeinde Frauendorf (Oberspreewald-Lausitz/Amt Ortrand) mit 47,2 Prozent. Die wenigsten Stimmen gingen an die CDU im Wahlkreis 62 (Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II) mit 21,4 Prozent sowie in der Gemeinde Retzow (Havelland/Friesack) mit 15,8 Prozent.

 

FDP:

Voraussichtlich werden für die FDP die Listenkandidaten Heinz Lanfermann und Prof. Dr. Martin Neumann in den Bundestag einziehen. Die meisten Zweitstimmenanteile gab es für die FDP im Wahlkreis 59 (Oberhavel - Havelland II) mit 11,5 Prozent und in der Gemeinde Berkholz-Meyenburg (Uckermark/Amt Oder-Welse) mit 25,4 Prozent. Am wenigsten stimmten die Wähler im Wahlkreis 58 (Uckermark - Barnim I) mit 7,7 Prozent und in der Gemeinde Schönfeld (Uckermark/Amt Brüssow (Uckermark)) mit 3,9 Prozent für die FDP.

 

GRÜNE/B 90:

Für GRÜNE/B 90 wird voraussichtlich wieder Cornelia Behm über die Landesliste in den Bundestag einziehen. Die meisten Stimmen gab es mit 10,7 Prozent im Wahlkreis 62 (Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II) und in der Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit 15,8 Prozent. Die wenigsten Stimmen gab es im Wahlkreis 66 (Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II) mit 3,5 Prozent und in der Gemeinde Hermsdorf (Oberspreewald-Lausitz/Amt Ruhland) mit 0,6 Prozent.

 

NPD:

Die meisten Zweitstimmen gab es für die NPD im Wahlkreis 58 (Uckermark - Barnim I) und 66 (Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II) mit jeweils 3,1 Prozent. Den geringsten Stimmenanteil gab es für die NPD mit 1,2 Prozent im Wahlkreis 62 (Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II).

 

DVU:

Die DVU erzielte im Wahlkreis 66 (Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II) mit 2,0 Prozent den höchsten Stimmenanteil. Den niedrigsten Stimmenanteil bekam sie im Wahlkreis 62 (Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II) mit 0,6 Prozent.

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